Sonntag, 8. Februar 2015

Baby Led Weaning - Ein Rückblick und wieso ich diese Bezeichnung nicht gerne benutze
























Wenn ich mir meine letzen Beiträge so durchlese bekomme ich immer das Gefühl einem neuem Trend zu folgen, so war es auch fast am Anfang. Ständig habe ich überlegt was ich am nächsten Tag koche und habe viel Zeit damit zugebracht im Internet Rezepte zu Blw zu suchen, diese Zeit hätte ich auch anders nutzen können, denn das Schleckermäulchen will nichts anderes essen als das was sich auf meinem Teller befindet. nach 1 Monat Blw habe ich also das Suchen und ausprobieren gelassen, habe wieder einfach gekocht und dafür an den freien Abenden genäht und gefilzt.

Hach sehr produktiv!!!

Das Kinder mit am Familientisch essen ist so alt wie es Kinder gibt. Sogar älter als der Brei. Wenn man im Familien- und Bekanntenkreis oder dem Kinderarzt die Bezeichnung Baby Led Weaning benutzt wird man oft kritisch beäugt man hört Aussagen wie: "Hoppla, ist das auch gesund?", "und wenn es sich verschluckt?", "es kann doch noch gar nicht kauen!" Wenn ich jedoch sagte das Kind ist vom Familientisch höre ich eher Aussagen wie : "Oh jaaa das haben wir früher auch schon gemacht", "ich hab dir auch schon eine Tomate in die Hand gedrückt", "ich wollte auch nie Brei essen" oder "mein Kind hat sich was vom Tisch geschnappt und von da an das gegessen was wir gegessen haben" das Wort Familientisch klingt vertrauter, deshalb benutze ich es lieber.


Mein Minikind ist nun 18 Monate alt, und kann seit ca 2 Monaten ihr Besteckt richtig zum Mund führen, dies ging schön früher aber da kam nicht immer das an was sich am Anfang auf der Gabel, dem Löffel befand. Trotzdem ist sie schneller im vergleich zu meinen großen Kindern die Brei aßen.

Sie is(s)t außerdem viel experimentierfreudiger. Ihr schmecken mehrere Dinge als den Großen. Z.b. rohe Zwiebeln, leicht scharf, Bohnen, Rosenkohl, Sauerkraut und Artischocken.

Sie schmeißt auch nichts mehr auf dem Fußboden, was ihr nicht schmeckt legt sie neben den Teller. dies war aber auch ein langer Lernprozess von ca 2 Wochen. Ich habe es ihr immer wieder vorgemacht und irgendwann hat sie es nach gemacht. Aber sie untersucht neue Dinge zuuu gern und das darf sie auch. Auch meine Großen dürfen das.

Es gab Momente, da habe ich mir wirklich Sorgen gemacht. es gab Phasen da aß sie am Abend 2 Scheiben Brot und dann aß sie tagelang nur Krümelchen und stillte dafür fast nur.

Wir stillen immer noch zusätzlich und wenn sie Krank ist stillt sie auch wieder voll.

Also liebe Mamas irgendwann essen alle Kinder!!! Es wird, es wird, alles nur eine Phase ooooohhhhmmm ;-)



Ich habe ich noch einige Tipps, zu Fragen die ich schon in vielen Foren gelesen habe! Ich freue mich sehr, wenn ihr mir noch Fragen stellen würdet und weitere Tipps für uns habt und ich erweitere die Liste.


*Griesbrei, Milchreis, Polenta wird etwas fester gekocht und dann auf den Löffel gefüllt und aufs Tischchen gelegt. Oder es wird mit Fingern gegessen

*Suppe wird angedickt/ aufgefüllt mit Brötchenstückchen, Griesnockerln, Reis oder Nudeln.

*Ich würze gerne mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen es ist gar nicht so schlimm salzarm zu essen, man gewöhnt sich sogar sehr schnell daran.

*Ich habe zu Anfang immer gerne Gemüsepfannen und -eintöpfe mit großen stücken gekocht. So ist es für das Gemüsekind einfacher zu greifen und später aufzuspiesen gewesen.

*Vertraut eurem Kind, am Anfang sauen sie viel herum aber das vergeht auch und sie lernen viel schneller sauberer zu essen. Ich schimpfe mein Kind nicht wenn es etwas herunter wirft. Ich erkläre ihr, dass es dann nicht mehr schmeckt und ich es wegwerfen muss. Wenn sie weiter Essen runterwirft nehme ich ihr den Teller weg und sie darf ihren Löffel beliebig oft runterwerfen, ich hebe ihn auch immer wieder auf  jaa, denn mein schlaues Kind erlernt die Schwerkraft und wird dabei auch noch gelobt!

*Trinken ausGläsern finde ich leichter für Kinder ab 1 Jahr, denn sie können so besser dosieren und es geht weniger daneben. Ein Plastikbecher ist zu leicht und ausserdem Umweltbelastend.

*Beim Brotbacken habe ich immer gleich 2 Brote gebacken, in Scheiben geschnitten und Portionsweise eingefroren, so hat mir das Brot auch schon 2 Monate gehalten oder es gab Dinkelstangen zum Dippen (Dippen ist hier übrigens immer noch seeehr beliebt)

* Aller Anfang ist schwer, Am Anfang ist es für Babys sehr schwer Avocados, Bananen und andere flutschige Dinge zu halten. Ich habe sie meiner Tochter hingehalten. Wenn sie ihr Köpfchen Richtung Essen bewegt hat habe ich sie abbeißen lassen, hat sie den Kopf weggedreht habe ich es aufs Tischchen gelegt. Das hat für mich nichts mit füttern zu tun denn sie entscheidet immer noch ob sie möchte oder nicht. Es gab auch Tage da wollte sie ihren Löffel nicht in die Hand nehmen und hat mir den offenen Mund hingestreckt, habe ich ihr den Löffel vor sie hingelegt hat sie geweint und habe ich ihn ihr vor dem Mund gehalten hat sie gelächelt :-) Und das wollen wir doch! Dass das Kind mit Freude und Genuss isst. Und wenn mir jemand sagen will das ist kein Blw, dann ok ist es kein Blw. Aber mein Kind und ich haben einen Weg für uns gefunden

*Macht euch keinen Stress! Es gibt immer soviel gut gemeinte Ratschläge auch von anderen Müttern, aber ich denke immer jede Mutter die sich Gedanken um die Ernährung ihres Kindes macht, weiß auch instinktiv was richtig ist und sollte auf ihr Herz hören.


Liebe Grüße Vanessa



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